Mut - das Fehlen von Angst? Unsinn - eher schon umgekehrt: dem Ängstlichen gebricht es an Mut! Und zwar dem Mut, von dem dieser Schriftzug geradezu strotzt: einem, der keck und frei ausgreift. Ideal verkörpern den Mut dieses Schriftzugs die drei Musketiere.
Er ruft die Assoziation eines weiten, um die Schultern geschlungenen Umhangs hervor, einer auf dem Hut wippenden Feder, einer Haartolle, die in die Stirn fällt und des Degens, der fest, aber elegant von der behandschuhten Rechten gezückt wird. Es ist der Mut, der von Stolz und Selbstgewissheit getragen wird, der sich von all den Fährnissen der Welt nicht schrecken lässt, der beherzt und mit freier Stirn seinen Weg verfolgt. Mit Tollkühnheit hat er nichts zu tun, auch nicht mit dem der Lebensangst abgetrotzten Gefühl dessen, der im Dunkeln laut pfeift, um sich „Mut“ zu machen. Das zackig Flotte der Schrift soll zeigen, dass da einer aus einem Kampf etwas „gerupft“, aber siegreich hervorgeht.
Bandzugfeder, Gouache